Sportdirektor Max Eberl hat seine Hausaufgaben gemacht

Borussia Saisonvorbereitung

Borussia Mönchengladbach steckt bereits in der Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison. In den kommenden Wochen wollen sich die Schützlinge von Trainer Lucien Favre den Grundstock für eine erfolgreiche Spielzeit erarbeiten. Sportdirektor Max Eberl hat derweil seine Hausaufgaben erfüllt und dem Schweizer einen schlagkräftigen Kader „gebaut“.

Die 51. Spielzeit der Fußballbundesliga startet am 09. August mit einem echten Schlagerspiel zweier alter Rivalen. Der FC Bayern München, Tripple-Sieger der vorangegangenen Saison, empfängt mit Neu-Coach Pep Guardiola die Borussia aus Mönchengladbach – ein Evergreen, auch wenn man sich tabellarisch nicht mehr ganz so nah ist wie noch in den goldenen 70ern.

Ein Spiel, das zweifellos elektrisiert. Ein Spiel, das es in sich haben dürfte, denn in den vergangenen Jahren konnten die „Fohlen“ den Rekordmeister immer wieder ärgern. Zuletzt gelang der Borussia ein 1:1 (2012/2013) sowie ein beinahe schon legendärer 1:0-Sieg (2011/2012), der den Weg für die erfolgreichste Spielzeit (Platz vier) der letzten Jahrzehnte ebnete.

Ziel ist die Einstelligkeit

Ähnlich erfolgreich möchte man am Niederrhein auch in der kommenden Saison sein. „Das Ziel ist die Einstelligkeit“, gibt man sich intern zwar kleintönig, ohne jedoch das große Ziel „Europa“ aus den Augen zu verlieren. „Es gibt zehn, elf Klubs in der Liga, die es nach Europa packen können“, weiß Sportdirektor Max Eberl und ergänzt: „Zu diesen wollen auch wir gehören“. Damit die Borussia wieder um die internationalen Fleischtöpfe spielen kann, hat Eberl seine Hausaufgaben in diesem Sommer bereits frühzeitig erledigt.

Bereits zum Trainingsauftakt konnte Chefcoach Lucien Favre mit Christoph Kramer (22, Bayer Leverkusen), Max Kruse (25, SC Freiburg) sowie Königstransfer Raffael (28, Dynamo Kiew) drei Neuverpflichtungen begrüßen. Damit gelten die Transferbemühungen der Borussia in diesem Sommer – sofern sich der Markt nicht noch einmal gravierend verändert oder der Verein aufgrund von Verletzungen zum Handeln gezwungen wird – als beendet.

Borussia bläst zum Angriff

Bei der erfolgten Kaderkorrektur ist dabei ein klarer Plan der sportlichen Verantwortlichen zu erkennen. Lucien Favre und Max Eberl haben die Probleme innerhalb der Mannschaftsstruktur, die nach den letztjährigen Abgängen schwer ins Gewicht fielen, erkannt und angepackt. Mit neuer Schnelligkeit und einer gehörigen Portion Kreativität will man das Geschwindigkeits- und Kreativvakuum der vergangenen „Übergangsspielzeit“ überwinden.

Gladbachs Sportdirektor ist sich der positiven Wirkung der Neuzugänge auf den vorhandenen Kader sicher. „Raffael und Kruse bringen die Komponenten Schnelligkeit, Kreativität, Torgefährlichkeit und Variabilität ein“, gab Eberl zu Protokoll und führte aus: „Kruse ist zudem ein Spieler, der das Spiel in die Tiefe beherrscht.“

Favre ist zufrieden

Dessen Trainer Lucien Favre gibt sich ebenfalls – anders als in der Vergangenheit – sehr glücklich mit den Neueinkäufen: „Wir haben Max Kruse, Christoph Kramer und Raffael geholt. Ich möchte unserem Sportdirektor zu diesen Verpflichtungen gratulieren. Wir sind sehr, sehr zufrieden.“ Auf die Nachfrage was er an seinem Ziehsohn Raffael, mit dem er nach Zürich und Berlin bereits zum dritten Mal zusammenarbeitet, so sehr schätzt, antwortet der Romand nur kurz aber bestimmt: „Er spielt richtig.“

Spielt am Ende nicht nur der Brasilianer sondern die ganze Mannschaft „richtig“, dann redet die Borussia in puncto „Europapokal“ sicherlich ein großes Wörtchen mit. Mit Kruse und Raffael wurden zwei Spielertypen an den Niederrhein geholt, die das zuletzt kränkelnde Angriffsspiel mit Ihren zweifellosen Stärken neu beleben werden. Was zählt, ist letztlich die richtige Mischung auf dem grünen Rasen. Die Grundvoraussetzungen dafür hat Sportdirektor Max Eberl jedenfalls gegeben.

2 Kommentare

raute
Verfasst am 5. Juli 2013 um 09:01

FC Bayer München ???

admin
Verfasst am 5. Juli 2013 um 09:19

Vielen Dank für den Hinweis. Wurde umgehend korrigiert ;->

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